Abraham Lincoln
Civil War bzw. der Bürgerkrieg in den USA und die Rolle des 16. Präsidenten
Abraham Lincoln wurde am 12. Februar 1809 in Hardin County bei Hodgeville in Kentucky geboren. Er starb am 15. April 1865 in Washington D.C. Im Jahr 1860 wurde er zum 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.
Als Kind einer Farmerfamilie lernte er schon in jungen Jahren das Arbeiten auf den Feldern kennen. Da die Arbeit auf der Farm immer Vorrang hatte blieb dem heranwachenden Lincoln wenig Zeit für eine fundierte Schulausbildung. Außerdem zog seine Familie im Laufe seiner Jugend zweimal um. Im Jahr 1818 starb seine Mutter und der Vater heiratete erneut. Die neue Mutter Sarah Bush Johnston war den Lincoln-Geschwistern eine bessere Mutter als die leibliche. Sie sorgte dafür, dass neben der Arbeit auf dem Feld genug Zeit übrig blieb um eine grundlegende Bildung zu legen. Der Vater stand dieser Entwicklung eher skeptisch gegenüber und sah seinen Sohn vielmehr in seine Fußstapfen treten. Abraham musste diesem vorbestimmten Weg deshalb zunächst widerwillig folgen.
1830 zog die Familie nach Illinois und der Vater forderte vom nun 21 Jahre alten Abraham, dass er sich als Landarbeiter verdingen sollte. Abraham lehnte dies jedoch ab und verließ die Familie. Von nun an arbeitete er als Kaufmann in New Salem und widmete sich intensiver dem Selbststudium. Mit politischen Themen kam er erstmals in einem Debattierclub in Kontakt. Im Zuge dieser Entwicklungen entdeckte Lincoln sein großes Redetalent. Vor allem seine Zuhörer ermutigten ihn sich um ein öffentliches Amt zu bewerben. Lincoln kandidierte deshalb erstmals 1834 und erhielt sofort ein Mandat für das Repräsentantenhaus in Illinois. Er machte dort schnell Karriere und so wurde er 1848 mit einer 2/3 Mehrheit als Deputierter in den Kongress der Vereinigten Staaten gewählt. Schon zu dieser Zeit spaltete die Frage der Sklaverei die Nation. Lincoln gehörte schon zu Anfang der Gruppe der Gegner an. In der Auslegung seiner Meinung war er aber eher liberal und billigte jedem Bundesstaat des Südens seine eigene Sklavenpolitik zu. Er wandte sich lediglich gegen die weitere Verbreitung der Sklaverei. 1849 musste er das Repräsentantenhaus wieder verlassen, er wurde nicht wieder gewählt.
Nach einer kurzen Zeit des Selbststudiums wurde Lincoln 1854 wieder aktiv und engagierte sich in der republikanischen Partei. 1860 wurde Lincoln zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner erklärt. Da die demokratische Partei zu diesem Zeitpunkt gespalten war, konnte Lincoln den Wahlsieg erringen. Im Zuge seiner Amtseinführung kam es zum Beginn des Bürgerkrieges. Die Sezession von Seiten der Südstaaten begann, da sie sich nicht mit den Zielen des neuen Präsidenten einverstanden erklären konnten. Lincoln ließ sich hinsichtlich der Sklavenfrage nämlich nicht mehr von seinem restriktiven Weg abbringen.
Bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 1864 wurde Lincoln mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Nach der Abschaffung der Sklaverei und dem Sieg über die Südstaaten kam es ihm vor allem darauf an eine Politik der Versöhnung voranzubringen. Dieser Prozess der schnellen Versöhnung ging vielen Teilen der Bevölkerung zu schnell. Viele hatten im Krieg große Opfer gebracht und waren zu diesen Schritten noch nicht bereit. Als Ergebnis dieser Vorgänge kam es am 14. April 1865 zum Attentat auf Lincoln. Ihm wurde während eines Theaterbesuchs von hinten in den Kopf geschossen. Lincoln erlag seiner Verletzung und starb am darauf folgenden Tag.
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