Benjamin Franklin

Einer der größten Politiker der USA und Wissenschaftler mit Weltruf

Der Politiker, Schriftsteller und Naturwissenschaftler Benjamin Franklin wurde am 17. Januar 1706 in Boston geboren. Als erster Amerikaner mit internationalem Ruf war er einer der größten Politiker der USA. Seine Verdienste sind vor allem im Bereich der Unabhängigkeit und der Verfassungsgebung zu sehen. Er kann als klassischer Vertreter des Common sense und der Aufklärungsphilosophie gesehen werden. Als Wissenschaftler war er unter anderem für die Erfindung des Blitzableiters verantwortlich.

Der junge Franklin genoss bis zum Alter von 10 Jahren eine geregelte Schulausbildung. In den folgenden Jahren half er im Geschäft seiner Vaters und lernte bei seinem Bruder den Beruf des Druckers. Zeitgleich bildete er sich immer selbstständig weiter und arbeitete später in der vom Bruder gegründeten Zeitung New England Courant. Nachdem er einige Jahre in London verbrachte, kehrte er 1726 nach Philadelphia zurück. Er arbeitete weiterhin als Drucker und gründete die American Philosophical Society. Nebenher förderte er auch viele andere Projekte und war insbesondere dafür verantwortlich, dass im Jahr 1731 die erste öffentliche Leihbibliothek in Amerika eröffnet werden konnte. Franklin kümmerte sich außerdem um das Straßen- und Beleuchtungswesen in Philadelphia. Nebenbei machte er entscheidende naturwissenschaftliche Entdeckungen. Unter anderem hatte er großen Anteil an der Erklärung von Elektrizität. Auch ohne wissenschaftliche Ausbildung wurde Franklin die Ehrendoktorwürde von Oxford verliehen.

Im Jahr 1750 wurde Franklin Mitglied des Abgeordnetenhauses von Pennsylvania. Nur drei Jahre danach wurde er zum stellvertretenden Generalpostmeister ernannt. In der Folgezeit bemühte sich Franklin immer wieder um eine friedliche Lösung der Unabhängigkeitsbestrebungen zwischen Amerika und England. Seine Bemühungen blieben jedoch erfolglos und so kam es 1775 zum Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges.

Als Reaktion darauf nahm Franklin eine Berufung in das Komitee zur Ausarbeitung der Unabhängigkeitserklärung an. Gleichermaßen war er auch einer der Unterzeichner dieses wichtigen Dokuments. Im selben Jahr reiste er nach Frankreich und bat um die Gewährung eines Kredites vom französischen König. Dieser wurde gewährt und darüber hinaus ein Handels- und Bündniskontrakt mit Frankreich beschlossen. Dieses Ereignis brachte die Wende im Unabhängigkeitskrieg. Im Jahr 1781 war Franklin ebenso an der Ausarbeitung eines Friedensvertrages mit England beteiligt. Als Delegierter des Verfassungskonventes war er in erheblichem Maße an der Entstehung der amerikanischen Verfassung beteiligt. In den nun folgenden Jahren widmete er seine Arbeit vor allem der Abschaffung der Sklaverei. Im Alter von 84 Jahren starb Benjamin Franklin am 17. April 1790 in Philadelphia.

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Dieser Eintrag wurde am 08.06.2009 um 09:18 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.