Berlin
Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands und gleichzeitig Sitz der Bundesregierung. Als Stadtstaat und eigenständiges Bundesland ist Berlin das Zentrum der Region Berlin-Brandenburg. Mit ca. 3.4 Millionen Einwohnern ist Berlin die bevölkerungsreichste und auch flächenmäßig größte Stadt Deutschlands. Zurückblickend auf die Geschichte der Stadt stellt man fest, dass Berlin schon mehrfach Hauptstadt eines deutschen Staates war. Das Königreich Preußen, das Deutsche Reich und die DDR sollen hier beispielhaft genannt werden. Berlin muss als Zentrum der Politik, der Medien und der Kultur in Europa gesehen werden. Als Anziehungspunkt für Kunst- und Kulturschaffende ist Berlin eine der meistbesuchten Städte in der Welt.
Mit einer Ost-West Ausdehnung von 45 Kilometern und einer Nord-Süd Ausdehnung von 38 Kilometern, sowie einer Gesamtfläche von 892 Quadratkilometern zählt Berlin zu den größten Städten Europas. Berlin liegt ungefähr 70 Kilometer westlich der polnischen Grenze und wird komplett vom Bundesland Brandenburg umschlossen.
Ende des 12. Jahrhunderts entwickelte sich Berlin aus den Siedlungen Berlin und Cölln, die jeweils zu beiden Seiten der Spree im heutigen Bezirk Mitte lagen. Das Jahr 1237 wird dabei als offizielles Gründungsjahr definiert. Im Jahr 1280 erhält Berlin ein neues Stadtsiegel auf dem erstmals der Berliner Bär abgebildet ist. Im 15. Jahrhundert wird Berlin zur kurfürstlichen Residenzstadt und hat inzwischen ca. 12.000 Einwohner. Das 18. Jahrhundert wird durch die Herrschaft Preußens bestimmt. Berlin wird königliche Residenzstadt und ist Heimat für 55.000 Einwohner. Bis ins 19. Jahrhundert hinein erhöht sich die Einwohnerzahl weiter bis auf 170.000. Mehr und mehr wird die wachsende Stadt zum Magnet für Zuwanderer aus allen Teilen Europas. 1847 werden um die 400.000 Einwohner verzeichnet. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verdoppelt sich die Einwohnerzahl und 1871 wird Berlin dann zur kaiserlichen Reichshauptstadt. Ein bedeutender Gewinn an politischer Macht und wirtschaftlicher Aufschwung gehen damit einher. Um 1900 hat Berlin 1,9 Millionen Einwohner und rechnet man die Vororte mit ein, ergibt sich eine Einwohnerzahl von 2,5 Millionen Menschen.
Die Zeit der beiden Kriege übersteht Berlin nur leidlich. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges ist Berlin stark zerstört und in verschiedene Sektoren aufgeteilt. Der amerikanische, britische und französische Sektor bilden den späteren Westteil der Stadt. Der russische Sektor wird Ostberlin und gleichzeitig die Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Am 13. August 1961 errichtet die DDR eine Mauer um die Trennung der beiden Teile Berlins zu bekräftigen. Ein stetig wachsender Flüchtlingsstrom von Ost nach West konnte nur auf diesem Weg gestoppt werden. Nach vielen Jahren der Teilung fällt die Mauer 1989 und Berlin wächst in den nächsten Jahren wieder zu einer Stadt zusammen. Der Wechsel des Hauptstadtsitzes von Bonn nach Berlin wird abgeschlossen und die Stadt wird wieder zu einer internationalen Größe.
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