Biologie
Die Biologie wird als Lehre vom Leben bezeichnet. Sie untersucht die Gesetzmäßigkeiten und Vorgänge, welche sich in den Organismen abspielen. Dabei stehen Eigenschaften wie Bewegung, Fortpflanzung oder Stoffwechsel, welche allen Lebenwesen eigen sind, im Vordergrund. Durch die Betrachtung und das Experimentieren mit Zellstrukturen, Gewebe und Organen gelangt die Biologie zu allgemein gültigen Gesetzmäßigkeiten und Regeln.
In ihrer klassischen Form lässt sich Biologie in Botanik und Zoologie unterteilen. Während sich die Botanik aus der Heilpflanzenkunde entwickelte und mit dem Bau und der Verbreitung von Pflanzen beschäftigt, befasst sich die Zoologie mit der Lebensweise und dem Körperbau von Tieren. Moderne Forschungsarbeiten ließen jedoch Teilgebiete wie die Mikro-Biologie, die Biochemie oder die Humanbiologie immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Biologie ist so alt wie die Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und den Lebensvorgängen. Rituelle Handlungen, wie Totenkult oder Tieranbetung, führten zu ersten anatomischen Erkenntnissen. Etwa 600 vor Christus lieferte Thales von Milet die erste Theorie zur Entstehung des Lebens. Während die Griechen der Biologie erstmals wissenschaftlichen Charakter verliehen, gilt Galileo Galilei als Begründer der Naturforschung in der Moderne. Gregor Mendel begründete im 19. Jahrhundert die Vererbungslehre, Charles Darwin die Evolutionstheorie. Die vielfältigen biologischen Erkenntnisse liefern wertvolle Grundlagen für die Medizin, die Pharmazie und die Landwirtschaft.
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