Blut
Blut ist eine für den menschlichen Organismus lebenswichtige Körperflüssigkeit. Da es aus seinen spezifischen Zellen besteht, wird es als ein eigenständiges "flüssiges" Organ betrachtet und bezeichnet. Ein Mensch hat je nach Größe und Gewicht zwischen vier und sechs Liter Blut. Das Blut ist in ständiger Bewegung, durch das Herz beziehungsweise durch den Herzmuskel pausenlos gepumpt, fließt es in den Blutgefäßen des menschlichen Organismus. Die Blutgefäße, in denen das Blut vom Herzen weg fließt, werden Arterien, die Blutgefäße, in denen das Blut zum Herzen hin fließt, Venen genannt.
Das Blut hat flüssige und feste Bestandsteile. Der flüssige Bestandteil, das Plasma, besteht aus Wasser (circa 90%), Eiweißen, Enzymen, Hormonen, Nährstoffen, Salzen und Stoffwechselprodukten. Im Plasma schwimmen die festen Bestandsteile, die drei Arten der Blutzellen: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten).
Das Blut hat wichtige Transportaufgaben, vor allem alle Organe mit Nährstoffen zu versorgen sowie die Stoffwechselendprodukte von denen weg zu transportieren. Ferner nimmt das Blut den von der Lunge eingeatmeten Sauerstoff auf und versorgt damit alle Organe, transportiert auch den Kohlenstoffdioxid von den Organen zurück in die Lunge. Diese Aufgabe erledigen die Erythrozyten. Durch seine Fresszellen ist das Blut auch für die Abwehr des Organismus gegen eventuelle Fremdkörper verantwortlich. Diese Aufgabe obliegt den Leukozyten. Die Eigenschaft des Bluts zu gerinnen, die Blutgerinnung, schützt den Körper vor Verbluten bei Verletzungen der Blutgefäße. Dafür sind schließlich die Thrombozyten zuständig.
Das Blut ist für die Gesundheit und das Leben jedes Organs und jeder Zelle des Organismus verantwortlich. Erkrankt das Blut, erkranken viele Organe mit. Zudem ist ein hoher Blutverlust lebensbedrohend.
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