Buttersäure

Herstellung, Neutralisierung und Verwendung von Buttersäure

Buttersäure ist die einfachste Fettsäure, auch Butansäure genannt. Es handelt sich um eine ölige, farblose Flüssigkeit, welche sich unbeschränkt mit Wasser mischen lässt. In konzentriertem Zustand hat Buttersäure einen sehr unangenehmen Geruch, vergleichbar mit Erbrochenem. Sie ist leicht verdampfbar und reagiert heftig mit Oxidationsmitteln. In Verbindung mit Luft entstehen explosionsfähige Gemische.

Unedle Metalle wie Zink, Eisen oder Magnesium lösen sich in Buttersäure. Sie wirkt reizend auf die Augen, es besteht Erblindungsgefahr und führt zu schweren Hautverätzungen und Schädigungen der Atemwege. Unter Zuhilfenahme von Alkohol lässt sich daraus Ester erzeugen, welcher, paradoxer Weise, einen angenehmen, ananasartigen Geruch aufweist und für Aromen und Lösungsmittel verwendet wird.

Buttersäure entsteht durch Buttersäuregärung beim Ranzigwerden der Butter. Im Dickdarm wird Buttersäure durch den Abbau von Kohlenhydraten durch Darmbakterien gebildet. Der ph-Wert verschiebt sich in den sauren Bereich und erschwert Krankheitserregern und Salmonellen das Überleben. Buttersäure findet industriell Verwendung als Cellulosebutyrat, dieser Stoff macht Kunststoffe witterungsbeständiger.

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Dieser Eintrag wurde am 22.04.2009 um 15:08 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.