Eiweiss

Eiweiße, wissenschaftlich auch Eiweißkörper oder Proteine genannt, sind makromolekulare organische Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff, sowie verschiedener Spurenelemente, wie Eisen, Zink oder Chlor. Proteine sind die Grundbausteine aller lebenden Zellen und bilden zusammen mit Fetten und Kohlenhydraten den Hauptbestandteil unserer Nahrung. Neben der Aufrechterhaltung der Zellfunktionen spielen Eiweiße auch bei der Bildung von Enzymen eine wichtige Rolle. Eiweiße sind aus Ketten von Aminosäuren aufgebaut. Der Mensch verfügt über 22 verschiedene Aminosäuren.

Tierische Organismen sind nicht in der Lage, alle Aminosäuren, aus denen die Eiweiße bestehen, selbst zu bilden. So genannte essentielle Aminosäuren müssen daher über die Nahrung zugeführt werden. Der Mensch benötigt am Tag mindestens ein Gramm Eiweiß, bei erhöhter Belastung und der Schwangerschaft oder Stillzeit steigt der Bedarf. Eiweiße besitzen vielfältige Funktionen, so bestimmen sie den Zellaufbau, sorgen für die Beweglichkeit der Muskulatur, transportieren wichtige Körperflüssigkeiten, sind verantwortlich für die Blutgerinnung und helfen, Infektionen abzuwehren.

Eiweißmangel kann zu Haarausfall, Muskelschwäche, Wachstumsstörungen und der durch Wassereinlagerungen im Gewebe hervorgerufenen Eiweißmangelkrankheit Kwashiorkor führen. Tierische Eiweiße sind hochwertiger als pflanzliche Eiweiße. Besonders viel Eiweiß ist in Fisch, Fleisch, Käse, Milch, Getreide oder Kartoffeln enthalten. Eiweiß lässt sich mittels verschiedener Verfahren nachweisen, hierzu zählen der Bradford-Test, die Proteinbestimmung nach Lowry und die Millon-Reaktion.

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Dieser Eintrag wurde am 06.07.2008 um 16:16 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.