Galileo Galilei

Galileo Galilei war ein brillanter Naturforscher, ein Gelehrter, dem die Naturwissenschaften Astronomie, Mathematik und Physik und dadurch die Menschheit bis heute zahlreiche bahnbrechende Erkenntnisse, Entdeckungen und Publikationen zu verdanken haben.

Galilei wird am 15. Februar 1564 in Pisa als Sohn einer Patrizierfamilie geboren. Nach seiner Novizenzeit im Kloster Vallombroso beginnt er seines Vaters zuliebe ein Medizinstudium in Pisa, das er vier Jahre später abbricht, um seine Interessen befolgend ein Mathematikstudium in Florenz zu beginnen. Als 25jähriger unterrichtet er bereits selbst Mathematik, erst drei Jahre als Lektor an der Universität in Pisa, später 18 Jahre als Professor in Padua. Von Padua zieht Galilei nach Florenz um, wo er zum Hofmathematiker und Hofphilosophen aufsteigt. Zugleich wird er zum Mathematikprofessor in Pisa ernannt, allerdings ohne Lehrverpflichtung, um frei forschen zu können.

Neben seines Studiums und seinen späteren Tätigkeiten als Lektor forscht und experimentiert Galilei rastlos. Am bedeutendsten ist sein Beweis der kopernikanischen Theorie, laut der nicht die Erde, sondern die Sonne das Zentrum des Sonnensystems ist und alle Planeten des Sonnensystems, also auch die Erde, um die Sonne kreisen. Entdeckt hat Galilei unter anderem die vier ersten Jupiter-Monde, die "hellen Galileischen Monde", die Venus-Phasen, die Sonnenflecken. Die Liste seiner Erfindungen ist ebenfalls lang, beispielsweise sein Linsenfernrohr, sein Thermometer, ein Vorläufer des Rechenschiebers, darunter auch witzige wie ein automatischer Tomatenpflücker sowie ein Taschenkamm.

Sein berühmtes 1632 publiziertes Werk "Dialogo" muss er beinahe mit dem Leben bezahlten. Er wird wegen "Ungehorsamkeit" verurteilt, da er aber seine "Fehler" abschwört, muss er lediglich in Hausarrest leben. Von der römisch-katholischen Kirche wurde Galilei erst 1992 formell rehabilitiert.

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Dieser Eintrag wurde am 28.06.2008 um 16:19 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.