Gebärdensprache (Zeichensprache)
Gebärdensprache ist die Bezeichnung für eine visuell wahrnehmbare, eigenständige Sprache, mit der die schwerhörigen und gehörlosen Menschen miteinander kommunizieren können. Die Gebärdensprache enthält kombinierte Gebärdenzeichen, die sich mit den Händen kombiniert mit dem Mundbild und den Mimik bilden lassen. Bei der taktilen Gebärdensprache können die Gebärdenzeichen von blinden Gehörlosen gefühlt werden.
Wissenschaftlich sind die Gebärdensprachen als vollwertige und eigenständige Sprachen anerkannt. Sie besitzen eigene Grammatikstrukturen, die sich nach der Aussprache des Landes unterscheiden.
Die Gebärdensprache lässt sich daher nicht wortwörtlich umsetzten. Mit Gebärdensprache werden im Gegensatz zur Lautsprache mehrere parallele Informationen gleichzeitig übertragen, was als "Inkorporation" bezeichnet wird.
Für den Alltagsgebrauch hat sich die Gebärdensprache noch nicht verschriftlicht, auch wenn es dazu viele Ansätze gibt. Für die Forschungen in der Wissenschaft existieren sogenannte "Notationssysteme" wie das HamNoSys, die mit der Gebärdezerlegung, Handstellung, Bewegungsausführung und dem Körperbereich arbeiten.
Auch die Gebärdenschrift findet in der Praxis Anwendung für Hörgeschädigte und kann erfolgreich bei Kindern eingesetzt werden.
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