Georg Büchner

Biographie plus seine Werke „Leonce und Lena“ sowie „Woyzeck“

Einer der wichtigsten Schriftsteller der entscheidend zur Entstehung der deutschen Dramatik beitrug war Georg Büchner. Neben seiner Beteiligung an der politischen Revolution war er vor allem für die Umwälzung des literarischen Themenbereiches verantwortlich. Insbesondere wegweisend und vorausahnend war seine neue Form der literarischen Wahrnehmung. Seine Modernität bestand darin auch Hässliches wahrnehmen zu können. Gleichzeitig war er das Vorbild für revolutionäre Demokraten und politische Vordenker seiner Zeit. Bekannt geworden ist er insbesondere als Verfasser des Woyzeck und als Mitverfasser des Hessischen Landboten. Der wichtigste deutsche Literaturpreis trägt den Namen „Georg Büchner Preis“.

Büchner wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau in der Nähe von Darmstadt geboren. In den folgenden Jahren lebte er in Darmstadt und schloss sich schon damals den freiheitlichen Ideen der damaligen Zeit an. Vor allen Dingen die Ideen der Französischen Revolution waren prägend für ihn. Nach der Beendigung seiner schulischen Ausbildung studierte Büchner ab 1831 Medizin in Straßburg. Während dieser Zeit verlobte er sich auch mit einer Pfarrerstochter, wusste aber gleichzeitig, dass dies die Missgunst des eigenen Vaters provozieren würde. Während seines Aufenthaltes in Straßburg lernte Büchner die Macht des Geldbürgertums kennen und sah ganz klar wie diese den Interessen der unteren sozialen Klassen entgegenstanden. Schon zu dieser Zeit entwickelte er sein politisch-sozial-gesellschaftliches Denken.

Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit waren die zentralen Themen in seinem politischen Denken. Die Umwälzung der bestehenden Verhältnisse durch die Massen erschien ihm als logische Folge. In den Briefwechseln dieser Jahre wird seine große Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen in Gießen und in Deutschland deutlich. Als Reaktion darauf schloss sich Büchner 1834 der sozialrevolutionären Bewegung an. Er beteiligte sich an der Herausgabe der Flugschrift „Der Hessische Landbote“. In Folge dieser Aktivitäten wurde Büchner polizeilich verfolgt. Im Jahr 1835 musste er sich auf Grund gerichtlicher Verfolgung nach Straßburg absetzen.

Zu dieser Zeit entstanden auch seine Werke „Leonce und Lena“, „Lenz“ sowie der berühmte „Woyzeck“. Diese Werke blieben lange Zeit unveröffentlicht und gelangen erst im Jahr 1875 an die Öffentlichkeit. Bei diesen Büchern handelte es sich um die Darstellung der Lebenswelten kranker Menschen. Zu dieser Zeit eine völlig unvorstellbare Praxis. Die Grenzen zwischen Vernunft und Wahnsinn verschwimmen völlig in den Darstellungen Büchners. Innen- und Außenperspektive gehen ineinander über. Eine zur damaligen Zeit völlig neue Praktik des literarischen Schaffens.

Als einziges Werk zu Büchners Lebenszeit erschien „Dantons Tod“. Alle anderen literarischen Werke konnten nur nach seinem Tod veröffentlicht werden. Im Jahr 1836 erlangte er die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. 1837 erkrankte Büchner an Typhus und starb in Folge dessen am 19. Februar 1837.

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Dieser Eintrag wurde am 21.01.2010 um 12:39 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.