Gewicht

Das Wort Gewicht leitet sich von Wacht ab und ist nachweislich seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Umgangssprachlich steht Gewicht heute für einen geeichten Messkörper, stellvertretend auch für den Begriff "Masse" aus der Physik. Die Maßeinheit der Masse ist Kilogramm, die des Gewichts Newton, der 9,81 Kilogramm entspricht.

Die Physik dagegen hat für den Begriff Gewicht ihre exakte Definition, die auf der Auslegung des Begriffs Masse baut: Masse hat jeder aus Materie bestehender Körper. Definiert wird das Gewicht eines aus Materie bestehenden Körpers als die Summe aller Kräfte, die von außen auf seine Masse einwirken. Dabei wird vorwiegend die Kraft gemeint, die die Erdanziehung, auf einen Körper ausübt. Die Fliehkraft bewirkt ebenfalls eine Erhöhung des Gewichtes, wie es Menschen bei starker Beschleunigung oder Abbremsung von Fahrzeugen spüren.

Die Festlegung des Begriffs Gewicht basiert auf den Gesetzen der Gravitationstheorie, die der Physiker Isaac Newton bereits im 17. Jahrhundert aufgestellt hat. Laut diesen Gesetzen ziehen sich alle Körper, die Masse haben, gegenseitig an. Demnach resultiert das Menschengewicht auch auf die Kraft, die die Erde als Körper auf den Menschenkörper ausübt. Je größer die Masse eines Körpers ist, umso größer ist auch die Anziehungskraft, die er auf die kleineren Körper ausübt. Daher ist das Gewicht eines Menschenkörpers auf dem Mars viel kleiner, auf einem größeren Planet jedoch viel großer als auf der Erde.

Da das Gewicht vom Ort abhängig ist, können Körper, obwohl sie Masse haben, "schwerelos" beziehungsweise gewichtslos werden, während deren Masse konstant bleibt. Unter normalen Bedingungen sind Masse und Gewicht des Menschenkörpers auf der Erde gleich hoch.

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Dieser Eintrag wurde am 28.06.2008 um 16:20 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.