Girondisten

Neben den Jakobinern bestimmten die Girondisten die Französische Revolution

Bei den Girondisten handelt es sich um die gemäßigten Republikaner während der Zeit der Französischen Revolution. Sie vertraten vor allem das liberale und wohlhabende Bürgertum aus dem Süden und Westen Frankreichs. Ihr Name geht auf das Departement Gironde zurück, aus dem die wichtigsten Figuren der girondistischen Bewegung kamen.

Die Girondisten wurden erstmals im Rahmen der gesetzgebenden Versammlung vom Oktober 1791 wahrgenommen. Bei der Wahl dieser Versammlung erreichten sie die Mehrheit. Anfangs arbeiteten die Girondisten mit den Jakobinern zusammen. Da die Girondisten jedoch den Krieg Frankreichs gegen Österreich und Preußen befürworteten, kam es zu Konflikten mit den Jakobinern. Im Rahmen des Sturzes des französischen Königshauses im Jahr 1792 kam es zur Wiedervereinigung von Jakobinern und Girondisten. Im neu gewählten Nationalkonvent gewannen dann die Jakobiner mehr und mehr an Macht. Sie dominierten in der Folge den Staat durch ihre Rolle im Wohlfahrtsausschuss. Im Zuge des Sansculottenaufstands Anfang Juni 1793 schalteten die Jakobiner die Girondisten komplett aus. Sie ließen führende Girondisten verhaften. Am 31. Oktober 1793 wurden ihr Führer Brissot und weitere 30 Girondisten durch die Guillotine hingerichtet.

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Dieser Eintrag wurde am 24.04.2009 um 16:15 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.