Globalisierung
Die immer weiter zunehmende internationale Verflechtung wird als Globalisierung bezeichnet. Sie bezieht sich dabei insbesondere auf die Bereiche Wirtschaft, Kommunikation, Kultur, Politik und Umwelt. Eine entsprechend stärkere Verflechtung findet dabei vor allem zwischen Gesellschaften, Staaten und Individuen statt. Die Verbesserung und Optimierung der Transport- und Kommunikationstechnik hat einen entscheidenden Teil dazu beigetragen, die Welt enger zusammenrücken zu lassen. Der technische Fortschritt ging dabei mit einer Liberalisierung des Welthandels einher. Entsprechende politische Weichenstellungen unterstützten den fortschreitenden Prozess der Globalisierung dabei. Ein genauer Zeitpunkt des Beginns der Globalisierung lässt sich nicht genau ausmachen. Wissenschaftler sehen den Dreieckshandel zwischen Europa, Afrika und Nord- bzw. Südamerika als einen Startpunkt. Ein Prozess der im 16. Jahrhundert in Gang gesetzt wurde. In gleichem Maße müssen die Handelsbeziehungen zu Asien gesehen werden. Sie entwickelten sich ebenfalls in diesem Zeitraum.
Als charakteristische Merkmale für den Prozess der Globalisierung lassen sich folgende Kriterien definieren: Ungleichverteilung globaler Ressourcen, Zunahme ausländischer Unternehmenskooperationen, Globalisierung der Finanzmärkte und ein allgemeines Wachstum des internationalen Handel. In Folge dieser Entwicklungen lassen sich auf Seiten der Politik immer öfter Defizite feststellen. Auf Grund der internationalen Vernetzung sind Unternehmen in einem geringeren Maße an die Funktionsmechanismen eines nationalen Marktes gebunden. Ein Umgehen und Aushebeln entsprechender Mechanismen kann im Zuge dessen verzeichnet werden. Die einzelnen Nationalstaaten, sind in dieser Situation teilweise nicht mehr in der Lage, mit angebrachten Instrumenten auf die Tendenzen zu reagieren. Eine gewisse Machtlosigkeit wird in diesem Zusammenhang deutlich. Der internationale Standortwettbewerb macht es den Unternehmen leichter sich nicht auf einen Staat festzulegen. Ein anderer Leid tragender ist in rasantem Maße die Natur. Die globale Produktion führt zu einer erhöhten Umweltbelastung. Entsprechende Probleme sind für die Einzelstaaten nicht mehr zu lösen. Es bedarf auch in diesem Feld der gemeinsamen Kooperation.
Den größten Zuspruch erhält der Prozess der Globalisierung von Seiten der Wirtschaft. Aus ökonomischer Perspektive wird sie am meisten begrüßt. Von der vollständigen Öffnung der Märkte profitieren vor allen Dingen ehemalige Schwellenländer. Sie sind inzwischen zu Wirtschaftsmächten aufgestiegen. China, Indien und viele andere asiatische Staaten sind die Gewinner dieser Abläufe.
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