Goethe

Biografie und sein Schaffen, Naturwissenschaft, Politik und der Faust

Johann Wolfgang von Goethe war Staatsmann, Kunsthistoriker, Naturwissenschaftler, Dichter und gilt als der Universalgelehrte der Neuzeit. Als Literat war er führender Vertreter der Weimarer Klassik sowie der Sturm-und-Drang-Zeit. Genau in diesem Zeitraum entstanden auch die Urfassungen für seinen „Faust“ oder „Götz von Berlichingen“. Sein Roman „Wilhelm Meister Lehrjahre“ beeinflusste die Epoche der deutschen Klassik in großem Maße. Gleichzeitig war er als Naturwissenschaftler sehr einflussreich und formulierte die Goethesche Farbenlehre. Er stand in seinen Werken für die Verbindung von Literatur und Naturwissenschaft. Kritisch stand er der Schulphilosophie und der Logik gegenüber.

Goethe wurde am 28. August in Frankfurt am Main geboren. Seine Familie war sehr wohlhabend. Er genoss einen umfangreichen Bildungsunterricht und wurde sehr früh in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik, Literatur und Sprache ausgebildet. Sein Studium der Rechtswissenschaften begann er im Jahr 1765 in Leipzig. In Folge eines Blutsturzes musste er nach Hause zurückkehren um dort zu genesen. Zu dieser Zeit hatte er Kontakt zu pietistischen Kreisen und setzte sich mit pansophischer Lektüre auseinander. 1770 nahm er sein Studium in Straßburg wieder auf. Zu dieser Zeit begegnete er Herder und wurde mit seinen Auffassungen vom Schöpferischen vertraut gemacht. 1771 promovierte Goethe und kehrte nach Frankfurt am Main zurück. Dort wurde er Schöffe. Gleichzeitig widmete er sich aber auch intensiv seiner literarischen Arbeit.

1774 erschien sein Roman „Die Leiden des jungen Werthers“. Dieser machte ihn weltberühmt. Einer Einladung folgend ging er 1776 nach Weimar und wurde dort Geheimer Legationsrat und somit Mitglied der Regierung. 1782 wurde Goethe vom Kaiser geadelt. In den folgenden Jahren erschienen viele Gedichte und sein Bildungsroman „Wilhelm Meister Lehrjahre“. Trotz allem nahm sich Goethe auch weiterhin immer die Zeit sich um seine naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu kümmern. Als Flucht vor dem bürgerlichen Alltag trat er 1786 seine berühmte Italienreise an. 1788 kehrte er nach Weimar zurück und lernte dort seine zukünftige Frau Christiane Vulpius kennen.

1794 traf er erstmals auf Friedrich Schiller und eine intensive Freundschaft entwickelte sich. Es sollte sich dabei um die fruchtbarste Verbindung in der deutschen Literaturgeschichte handeln. Goethe kann Schiller zur Mitarbeit an der Zeitschrift "Horen" überreden. Zwei Jahre danach veröffentlicht er seine "Farbenlehre" und stellt am Ende des Jahrhunderts das Lehrgedicht "Die Metamorphose der Pflanzen" fertig. 1806 beendet er den Faust Teil 1 und heiratete Christiane Vulpius. Im Jahr zuvor starb Friedrich Schiller. Sein berühmtestes Spätwerk wurde der zweite Teil des Faust.

Den größten Teil seines weltweiten Ruhmes als Dichter, Literat und Philosoph beruhte auf seiner Fähigkeit einzigartige Erlebnislyrik zu verfassen. Eine große Sprachmächtigkeit und rastloses Streben kennzeichneten sein Schaffen. Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar.

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Dieser Eintrag wurde am 03.09.2009 um 15:31 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.