Höhe über dem Meeresspiegel
Um Angaben über die Höhe von geographischen Punkten machen zu können bedient man sich des Richwertes: Höhe über dem Meeresspiegel. Vor allem bei Angaben von Höhen der Erdoberfläche wie beispielsweise Bauwerken, Verkehrswegen, Tälern oder Geländen. Der Richtwert der mittleren Höhe über dem Meeresspiegel dient dabei als Richtwert und wird als Bezugsrahmen benutzt. Der Pegel des Mittelwassers kann dabei im Zuge langjähriger Messungen ziemlich genau bestimmt werden und stellt deshalb einen Nullpunkt dar.
Um den Bezugspunkt idealer Weise millimetergenau festlegen zu können werden je nach Land unterschiedliche Bezugspunkte verwendet. Diese hatten früher eher regionale Bedeutung, wurden dann aber als Bezugspunkte für gesamte Staatsgebiete eingeführt. Der mittlere Meereswasserspiegel wird dabei an einer bestimmten Messstelle der nächstgelegenen Küste als Nullpunkt berechnet. Von diesem Punkt aus werden dann die Berechnungen für das ganze Land zusammengestellt. In Europa sind der Kronstädter Pegel und der Amsterdamer Pegel wichtige Referenzpunkte. Bei Ländern ohne Meeresanschluss oder auch sehr großen Ländern wird anstelle der Höhe über dem Meeresspiegel der Datumspunkt verwendet. Dieser liegt im Inneren eines Landes und wird durch Rückgriff auf die nächstgelegene Höhe über dem Meeresspiegel berechnet. Beispiele in Deutschland sind der Normalhöhepunkt an der Berliner Sternwarte.
War dieser Eintrag hilfreich? Ja / Nein
ähnliche Einträge
