Honig
Honig ist ein Naturprodukt, das die Honigbienen überwiegend aus Blütennektar sowie von Honigtau als eigenen Nahrungsvorrat für die Wintermonate erzeugen. Da er im Winter ihre einzige Nahrung und durch den hohen Gehalt an Fruchtzucker und Traubenzucker auch Energielieferant ist, spielt er für das Bienenvolk eine lebenswichtige Rolle, denn ohne ihn können sie den Winter nicht überleben.
Den Honig erzeugen die Honigbienen, indem sie die in ihre Honigblase aufgenommenen Nektariensäfte der Pflanzenblüten um bieneneigenen Substanzen ergänzen und verändern und sie zu den Waben transportieren. Hier wird der Honig zum Reifen (Trocknen) gebracht, indem sein Wassergehalt permanent verringert wird. Bei einem Wassergehalt von maximal 20% ist der Honig fertig. Darauf wird er in den so genannten Lagerzellen gebracht und mit einer luftdichten Wachsschicht bedeckt. Der Imker kann nun den Honig ernten. Klugerweise verarbeiten die Bienen nur ihre "Überschüsse" zu Honig für den Menschen.
Die Menschen haben den Bienenhonig sehr früh entdeckt. Höhlenzeichnungen belegen, dass bereits Steinzeitmenschen den Honig gekannt und damit Bären geködert haben. Erste Bienenhaltung zwecks Honiggewinnung wird um 7000 v. Chr. vermutet. Die alten Ägypter haben den Honig als ein besonders wertvolles Nahrungsmittel geschätzt. Seine Heilkraft hat bereits Hippokrates beschrieben.
Heute ist der Honig ein weltweit bekanntes und sehr beliebtes Lebensmittel und Genussmittel. Es besteht eine beeindruckende Sortenvielfalt. Da der Honig entzündungshemmend, fiebersenkend und schmerzlindernd wirkt, findet auch seine Heilwirkung Verwendung. Bevor er für jegliche medizinische Zwecke verwendet wird, muss er allerdings sterilisiert werden.
Als Naturprodukt kann der Honig bestimmte Bakterien beinhalten, die für Säuglinge, deren Darmflora nicht voll entwickelt ist, nicht ganz ungefährlich sind.
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