Inkontinenz
verschiedene Arten und Ursachen für Inkontinenz
Inkontinenz (lateinisch: Selbstbeherrschung) bezeichnet die Unfähigkeit, den Harn zurückzuhalten. Die Krankheit die im Volksmund auch Blasenschwäche genannt wird, betrifft viele Menschen, wobei in der Regel mehr Frauen als Männer Probleme mit Inkontinenz haben. Die genauen Angaben darüber wie viele Menschen betroffen sind schwanken zwischen 5 und 25 Prozent, wobei genaue Zahlen schwer zu ermitteln sind, da viele Leute aus Scham nicht zum Arzt gehen. Im Alter nimmt die Häufigkeit jedoch zu. Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz. Die Stressinkontinenz tritt auf, wenn Personen nicht mehr in Lage sind bei Druck im Bauchraum durch Muskelanspannung den in Urin in der Blase zu halten. Diese Form kann durch Husten, Lachen oder Niesen aber auch durch Hinsetzten oder Aufstehen ausgelöst werden. In besonders schweren Fällen kann der Harnabgang sogar schon während des Liegens vorkommen.
Auslöser für diese Art von Inkontinenz können Geburten oder Unterleibsoperationen sein. Eine weitere Variante ist die Dranginkontinenz, auch Reizblase genannt. Bei dieser Form verstärkt sich der Harnabgang durch Kälte besonders auch durch kalte Füße. Die Überlaufinkontinenz beschreibt Inkontinenz durch zu schwache Muskeln, die nicht in der Lage sind die Blase zu entleeren, sodass sich die Blase erst entleert, wenn sie übervoll ist. Ursachen hierfür können Diabetes, Operationen oder Schwangerschaft sein. Bei der Reflexinkontinenz besteht eine Störung der vom Gehirn ausgehenden Hemmungsbahnen. Dadurch kommt es zu einem reflexartigen Zusammenziehen mit Harnabgang. Die Ursache hierfür sind häufig schwere Krankheiten (Multiple Sklerose) oder Querschnittslähmungen. Die Behandlung hängt jeweils von der Art der Erkrankung ab, teilweise kann schon durch Training große Erfolge erzielt werden.
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