Kapitalismus
Eine Wirtschaftsordnung die auf den Grundsätzen von Privateigentum und Marktwirtschaft beruht bezeichnet man als Kapitalismus. In einer kapitalistischen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung hat der Faktor Kapital, im Vergleich zu anderen Wirtschaftsfaktoren überproportionale Bedeutung. Maschinen, Anlagen und Geld sind wesentlich wertvoller als Arbeit sowie Grund und Boden. Die freie Verfügung über das Privateigentum ist die Basis der kapitalistischen Eigentumsordnung. Ein staatliches System sichert diese Eigentumsordnung und sorgt dafür, dass das Wirtschaftsystem auf der Grundlage des Marktmechanismus funktioniert. Frei von staatlichen Eingriffen wird die Regulierung des Marktes ausschließlich der Steuerung durch Angebot und Nachfrage überlassen.
Die in starkem Maße ungeregelte Ausbreitung des Kapitalismus führte im Laufe der Zeit zu immensen Kapitalanhäufungen. Vor allem im Zuge der industriellen Revolution kam es als Gegenreaktion zu politischen und wirtschaftlichen Umsturzbewegungen. Stärker werdende Gewerkschaften sorgten als Vertreter der Arbeitnehmer für einen Ausgleich und stabilisierten so das kapitalistische System. Auch der Staat wurde sich seiner Verantwortung bewusster und sorgte mehr und mehr für eine entsprechende Regulierung.
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