Koffein

Koffein, auch Coffein oder Teein genannt, ist eines der ältesten bekannten Anregungsmittel. Die Chemikalie ist kristallin, geruchlos, bitter und wasserlöslich. Sie wurde 1820 erstmals durch den Chemiker Friedlieb Runge aus Kaffeebohnen extrahiert. Koffein (korrekter 1,3,7-Trimethylxanthin) gehört zu den natürlichen Purinen und kommt in über 60 Pflanzen wie dem Kaffee- und dem Teestrauch vor, aber auch in der Kolanuss, in Mate und Kakao.

Koffein gelangt über den Magen-Darm-Trakt direkt und nahezu vollständig ins Blut und wirkt von dort, ungehindert von der Blut-Hirn-Schranke, auf das Zentralnervensystem. Hier blockiert es die Adenosin-Rezeptoren, wodurch Müdigkeit verhindert und einem Konzentrationsnachlassen entgegengewirkt wird. Daneben wirkt Koffein blutdruck- und pulssteigernd, entwässernd und abführend.

Koffein verstärkt die Wirkung bestimmter Schmerzmittel (und "ergänzt" deshalb manche Präparate) und hemmt die einiger Antihistaminika und Barbiturate; zudem schützt es die Leber vor alkoholbedingten Schädigungen. Trotz der möglichen Entwicklung suchttypischer körperlicher und seelischer Abhängigkeit sowie Toleranz sind die Auffassungen geteilt, ob Koffein tatsächlich zu den Suchtmitteln zu zählen ist.

Unbedingt beachtet werden muss, dass der Köper Koffein bei Erwachsenen in etwa 3 bis 5 Stunden, weit schneller abbaut als bei Kindern (bis zu 140 Stunden) oder Schwangeren (circa 15 Stunden). Auch verlängern Enzyme der Grapefruit die Abbauschnelligkeit des Koffeins deutlich.

War dieser Eintrag hilfreich? Ja / Nein

Dieser Eintrag wurde am 13.07.2008 um 10:39 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.