Lohnpfändung

Lohnpfändungsrechner helfen bei der Berechnung einer Lohnpfändung

Eine Lohnpfändung ist möglich, sobald der Gläubiger einen Titel, also eine vollstreckbare Forderung gegen den Schuldner besitzt. Nur aufgrund eines Gerichtsentscheids darf eine Lohnpfändung erfolgen. In diesem Fall kann der Gläubiger dann ausstehende Schulden direkt beim Arbeitgeber pfänden lassen und auf sein Konto auszahlen lassen. Die Regelung für eine Lohnpfändung kann in der ZPO (Zivilprozessordnung) unter den Paragraphen §850 bis §850k gelesen werden.

Eine Lohnpfändung ist aber nicht uneingeschränkt möglich. Das Urlaubsgeld , Erziehungsgelder, Studienzulagen, die Hälfte des Verdienstes für Mehrarbeit, Gefahren- oder Erschwerniszulagen, die Hälfte des Weihnachtsgeldes beispielsweise sind nicht pfändbar. Der Paragraph §850a der Zivilprozessordnung (ZPO) informiert über nicht pfändbare Teile des Einkommens.

Bedingt pfändbar sind Renten oder Gelder die von Kranken-, Witwen-, Hilfs- oder Waisenkassen bezogen werden. Über bedingt pfändbare Teile des Einkommens informiert der Paragraph §850b der ZPO.

Die Pfändungsfreigrenze beträgt 989,99 Euro, wobei zu berücksichtigen ist, ob der Schuldner Angehörigen gegenüber zum Unterhalt verpflichtet ist. Über die Freigrenze bei Pfändungen informiert der Paragraph §850c der ZPO.

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» Zivilprozessordnung (ZPO)
www.gesetze-im-internet.de

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Dieser Eintrag wurde am 22.04.2009 um 15:14 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.