London
London ist die Hauptstadt Englands und gleichzeitig auch die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirlands. Sie befindet sich im Südosten Englands und ist die Heimat für ungefähr 7,5 Millionen Menschen. Mit dem Bereich um die Metropole herum, und mit den angrenzenden Stadtgebieten, kommt London auf eine Einwohnerzahl von 14 Millionen Menschen. Die Stadt an der Themse ist eine Weltstadt und gleichzeitig wichtiges Handels-, Kultur- und Finanzzentrum Großbritanniens.
London breitet sich über 45 Kilometer entlang der Themse aus, und der größere Teil der Stadt befindet sich auf der nördlichen Seite des Flusses. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass die London Bridge bis 1739 die einzige Brücke war die über den Fluss führte. Vor allen Dingen die Gezeiten der Nordsee haben großen Einfluss auf die Stadt. Sie machen sich auch heute noch deutlich bemerkbar. In London kommt es daher noch oft zu Überschwemmungen und Sturmfluten. Erst im 19. Jahrhundert konnte sich die Stadt in alle Richtungen ausdehnen. Neue Brückenbauten und die Inbetriebnahme der Eisenbahn machten es zu diesem Zeitpunkt möglich. London befindet sich in der gemäßigten Klimazone und deshalb sind die Sommer eher warm denn heiß. Auch die Winter sind zwar kühl, aber nie so kalt, dass die Temperatur unter den Nullpunkt sinkt.
London wurde vermutlich von den Römern gegründet. Eine Existenz vorrömischer Siedlungen in diesem Gebiet konnte bis heute nicht nachgewiesen werden. Im Jahre 47 nach Christus gründeten die Römer die Siedlung Londinium. Ab 197 war Londinium die Hauptstadt der Provinz Britannia superior. Als sich die Römer im Jahre 410 aus diesem Gebiet zurückzogen waren die Bewohner den Raubzügen germanischer Stämme ungeschützt ausgesetzt. Nach der Besiedlung Englands durch die Sachsen und Angeln, verfiel die Stadt immer mehr, und wurde nicht mehr bewohnt. Erst im Jahre 878 wurde London wieder besiedelt und trug den Namen Lundenburgh. Es war bis dahin dänisch besetzt. Im beginnenden 11. Jahrhundert gewann London seine Macht wieder zurück und löste Winchester als Hauptstadt ab. Im Jahr 1209 wurde die erste aus Stein errichtete London Bridge fertiggestellt. Die für lange Zeit einzige Brücke über die Themse im Stadtzentrum Londons. Im Zuge der Reformation verlor die Kirche einen Großteil ihrer Böden und Güter in London. Durch die sich daran anschließende Neuverteilung wurde ein Prozess des wirtschaftlichen Aufstiegs in die Wege geleitet.
Die Stadt musste in den Folgejahren immer wieder herbe Rückschläge verarbeiten. Sie wurde im 17. Jahrhundert zweimal von der Pest heimgesucht. Nach einem verheerenden Brand 1666 musste die Stadt zu großen Teilen wieder neu aufgebaut werden. Im 18. Jahrhundert wuchs London erstmals über seine historischen Grenzen hinaus. Neue Brücken über die Themse machten dies möglich. Das 19. Jahrhundert brachte eine Bevölkerungsexplosion mit sich. Während des viktorianischen Zeitalters wurde London zur Weltstadt und hatte 1851 circa 2,5 Millionen Einwohner. Das 20. Jahrhundert war insbesondere durch eine weitere Ausweitung der Stadt geprägt. Die Angriffe Hitlerdeutschlands stoppten diese Entwicklung im Jahre 1939. Zu dieser Zeit hatte London circa 8,6 Millionen Einwohner. Als eine Folge der Kolonialpolitik Englands ist die Bevölkerung Londons stark gemischt. Weiße, Muslime, Hindus, Afrikaner und Buddhisten stellen die größten Bevölkerungsgruppen dar.
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