Nationwerdung

Wenn ein Bewußtsein, über den Zusammenhang einer staatlichen Einheit und ein daraus folgendes Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht, wird ein Volk oder eine Menschengruppe zur Nation. Nationwerdung bezeichnet den Prozess der beginnenden Identifizierung mit einem Staat, der über das Regionalbewußtsein hinausgeht und das zusammenhängende Staatsgebiet als Identitätsfaktor wählt.

Nationen im modernen Sinn sind erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts in Europa entstanden, auslösender Faktor für viele andere europäische Länder, war die französische Revolution. Naheliegend war für den Verlauf der Entstehung des nationalen Bewußtseins, den nationalen mit dem republikanischen Gedanken zu verknüpfen.

Davor existierte sowas wie ein "Nationalbewußtsein" für die Menschen nicht. Verbunden fühlte man sich einzig und allein seiner Region und seiner Landschaft. Nationwerdung kann in einen übersteigerten Nationalismus münden, der auch Anzeichen einer noch nicht national gefestigten Identität sein kann.

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Dieser Eintrag wurde am 04.05.2008 um 14:17 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.