Opiat

Opiate gehören zu den Alkaloiden, das sind in der Natur vorkommende, basische, stickstoffhaltige organische Verbindungen. Sie sind in Opium, einem aus dem getrockneten Saft unreifer Mohnkapseln (Schlafmohn) gewonnenes narkotisches Rauschmittel, enthalten. Das auf diese Weise gewonnene Opium besteht zu circa 25 % aus diesen Alkaloiden. Morphin ist mit 10 bis 15 Prozent das Haupt-Alkaloid des Opiums, daneben sind unter anderen noch Noscapin, Thebain, Narcein und Codein enthalten.

Opiate sind psychoaktive Substanzen, das bedeutet sie beeinflussen das zentrale Nervensystem. Bereits 4.000 v. Chr. sollen in Ägypten Opiate als Heilmittel eingesetzt haben. Die schmerzlindernde Wirkung von Morphin, das am Anfang des 19. Jahrhunderts durch den Apotheker Friedrich Sertürner erstmals extrahiert werden konnte, kam vor allem zur Behandlung Verwundeter im deutsch-französichen Krieg zum Einsatz. Auch heute wird Morphin noch in der Medizin als starkes Schmerzmittel verwendet. Ebenso findet heute auch noch Codein als Hustenreiz stillendes Mittel medizinische Anwendung.

Im in Deutschland geltenden Betäubungsmittelgesetz (BtMG), früher Opiumgesetz, das den Umgang mit Betäubungsmitteln regelt, ist auch der Umgang mit Opiaten geregelt.

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Dieser Eintrag wurde am 26.05.2008 um 15:17 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.