Paris

Politisches Zentrum und ein Teil der Französischen Geschichte

Paris ist die Hauptstadt von Frankreich. Geteilt wird die Stadt durch den Fluss Seine. Er bildet einen nördlichen und einen südlichen Teil. Im engeren und ursprünglichen Stadtgebiet leben ca. 2,1 Millionen Menschen. In den angrenzenden Stadtgebieten ungefähr 10 Millionen Menschen. Paris ist damit die größte Stadt Frankreichs und Kontinentaleuropas. Als eine der bedeutendsten Weltstädte gilt Paris als Zentrum der Kultur, der Wirtschaft und der Politik. Da Frankreich stark zentralistisch strukturiert ist, muss Paris auch als wichtigster Verkehrsknotenpunkt gesehen werden. Drei Flughäfen befinden sich im Stadtgebiet und Paris ist außerdem auch Sitz der UNESCO und der OECD.

Mit einer Fläche von 105 Quadratkilometern hat das Stadtgebiet weniger als 12 Prozent der Fläche von Berlin. Die gesamte Metropolenregion hat jedoch eine Fläche von circa 15000 Quadratkilometern. Paris befindet sich in der gemäßigten Klimazone und die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 10,8 Grad Celsius. 1947 wurde ein Hitzerekord mit 40,4 Grad Celsius gemessen.

Die Seine war der wichtigste Grund für das Entstehen und die Entwicklung der Stadt. Sie verbindet Paris mit dem inneren des Landes und dem Ärmelkanal. Durch ihren Flussverlauf gliedert sie Paris in zwei ungleichgroße Hälften. Als höchste Erhebung kann der Hügel Butte Montmartre betrachtet gesehen werden. Er hat eine Höhe von 129 Metern und an seinem Nordhang befindet sich ein Weinberg. Paris ist geographisch gesehen in drei Teile gegliedert. Außerdem in Stadtbezirke und Viertel aufgeteilt.

Ursprünglich war Paris ein keltisches Fischerdorf und wurde vom Volksstamm der Parisii bewohnt. Erste Nennungen gehen auf das 6. Jahrhundert vor Christus zurück. Zu dieser Zeit war Paris unter dem Namen Lutetia bekannt. Im Jahre 52 vor Christus eroberten die Römer die Stadt. Sie siedelten sich dort an und folglich wurde die Stadt unter dem Namen Parisia bekannt. Zunächst blieb sie jedoch recht unbedeutend für das besetzte Gallien. Im Zuge des Untergangs des Römischen Reiches entstanden zunächst vorwiegend Sakralbauten. Erst im Mittelalter gewann Paris wieder an Gestalt und etablierte sich als geistiges und intellektuelles Zentrum in Frankreich. Als Ergebnis des 100jährigen Krieges hatten die Engländer die Kontrolle über die Stadt übernommen. Ihr Einfluss war jedoch nur von kurzer Dauer. Nach 10 Jahren der Vorherrschaft mussten sie Frankreich wieder verlassen. Während der Zeit der Hugenottenkriege blieb die Stadt unter katholischer Vorherrschaft. Obwohl der Königssitz Anfang des 18. Jahrhunderts nach Versailles verlegt wurde, blieb Paris weiterhin politisches Zentrum. Verantwortlich dafür waren die hohe Bevölkerungszahl und seine führende wirtschaftliche Rolle.

Mit Hilfe der Französischen Revolution von 1789 schaffte die Bevölkerung von Paris die Monarchie in Frankreich ab. Die erste französische Republik gründete sich. In den folgenden Jahren erlebte Paris seine Blütezeit und war Veranstaltungsort von sechs Weltausstellungen. Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Rückgänge bei der Anzahl der Bevölkerung. Epidemien und Hungersnöte ließen die Bevölkerung stetig schrumpfen. Erst im Rahmen der Industrialisierung kam es zu einem stetigen Anstieg und einer Stabilisierung. 1846 beheimatete Paris circa 1 Million Menschen. Im Jahre 1921 hatte das Bevölkerungswachstum im inneren von Paris mit 3 Millionen seinen Höhepunkt erreicht.

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Dieser Eintrag wurde am 22.04.2009 um 15:07 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.