Quadraturmalerei
Quadraturmalerei (ital. quadro = Rechteck) beizeichnet eine bestimmte Art der Wand-, Decken oder Fassadenmalerei. Dabei erwecken die dargestellten Bildinhalte für den Betrachter die Illusion, die Architektur des Raumes weite oder öffne sich über seine tatsächliche Breite oder Höhe hinaus. Mithilfe der Technik der Quadrierung werden perspektivisch konstruierte Skizzen proportional vergrößert und auf die Fläche übertragen.
Erste Anfänge nahm die Quadraturmalerei in der pompeijanischen Wandmalerei (ca. 200 v. Chr. bis 79 n. Chr.) Ihre Blüte erlebte sie dann in der italienischen Renaissance, insbesondere seit der Entdeckung der Gesetze der Zentralperspektive. Von nun an konnten Bildgegenstände mathematisch korrekt übertragen werden.
Die illusionistisch-architektonische Malerei wählte man zur Ausgestaltung von Sakralbauten (Wand, Decke oder Kuppel), aber auch zur Dekoration repräsentativer Räumlichkeiten von Stadtpalästen oder -villen reicher Bürger.
Im 17. Jahrhundert breitete sich die Quadraturmalerei in Europa aus und kam erst wieder Ende des 18. Jahrhunderts ins Hintertreffen. Auch in Deutschland war sie bekannt (barocke Decken- oder Bühnenmalerei).
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