Schiller

Gedichte, Dramen und das Leben von Friedrich Schiller

Der deutsche Schriftsteller Friedrich Schiller wird in erster Linie mit dem Stil der Weimarer Klassik verbunden. Er ist eine der wichtigsten Personen der deutschen Literaturgeschichte. Zu seinen größten Werken gehören „Die Räuber“, „Don Carlos“ und „Wilhelm Tell“. Außerdem war er auch ein politischer Dichter in deutscher Sprache, der insbesondere die Freiheits-, Vernunfts- und Humanitätsideale in der Literatur des endenden 18. Jahrhunderts zum Ausdruck brachte. Viele seiner Stücke gehören auch heute noch zum Standardprogramm vieler deutscher Theater. Vor allem die Entwicklung des deutschsprachigen Dramas hat Schiller viel zu verdanken.

Am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren wuchs Friedrich Schiller in eher bescheidenen Verhältnisses auf. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Lorch. Dort wurde er vom Ortspfarrer unterrichtet. Im Jahr 1766 zog die Familie nach Ludwigsburg und Schiller bekam die Gelegenheit die Lateinschule der Stadt zu besuchen. Schon zu dieser Zeit schrieb er Gedichte und ließ Talent erkennen. Trotzdem entschloss er sich 1773 das Studium der Theologie zu beginnen. Der Ludwigsburg regierende Herzog Karl Eugen untersagte jedoch dieses Studium und wies Schiller an eine Militärakademie zu besuchen. An der sogenannten Karlsschule begann Schiller das Studium des Rechts. Schiller galt an dieser Schule als schlechter Schüler und widersetzte sich der Anweisung keine schöngeistige Literatur zu lesen. Er begann das Studium der Medizin, gab sich aber weiterhin vielmehr literarischen Einflüssen hin. Die erste Szene zu „Die Räuber“ entstand genau zu dieser Zeit. Seine Dissertation über die „Philosophie der Physiologie“ wurde derweil vom Landesherrn abgelehnt. 1780 konnte Schiller die Akademie endlich mit einem Abschluss verlassen. Er war nun ausgewiesener Mediziner und arbeitete als Militärarzt. Da er aber auch weiter an seinem Werk wirkte, konnte er 1781 das Drama „Die Räuber“ veröffentlichen. Es hatte großen Erfolg und wurde zu einem Bühnenstück.

In Folge unerlaubten Entfernens von der Truppe, um den Premieren seiner Bühnenaufführungen beiwohnen zu können, wurde Schiller zu 14 Tagen Haft verurteilt. Außerdem wurde ihm das Verfassen literarischer Texte untersagt. In Folge dieser Umstände floh Schiller und war seitdem lange nirgends heimisch. Während dieser Zeit vertiefte er sein literarisches Wissen und schrieb weiter an verschiedenen Werken. In Thüringen fand er eine neue Heimat. Er konnte sich dort bei einer Adelsfamilie verstecken und lernte 1788 Goethe kennen. Außerdem war er während dieser Zeit oftmals unglücklich verliebt. Mit Sicherheit ein entscheidender Einfluss auf sein literarisches Schaffen. Da Schiller während der ganzen Zeit immer wieder historische Studien betrieb, wurde ihm eine Professur in Jena angeboten. An dieser Universität hielt er einige berühmt gewordene Vorlesungen.

1789 heiratete Schiller Charlotte von Lengefeld. Im gleichen Jahr machte er die befruchtende Bekanntschaft von Wilhelm von Humboldt. 1791 erkrankte Schiller an einer Lungenentzündung, die auch in den folgenden Jahren nie ganz geheilt werden konnte. Trotz seiner instabilen Gesundheit arbeitet Schiller weiterhin intensiv an seinem literarischen Werk. Wallenstein, Don Juan und die Jungfrau von Orleans entstehen zu dieser Zeit. Die Freundschaft zu Goethe wird noch intensiver. 1805 erkrankt Schiller erneut schwer und kann sich davon kaum noch erholen. Er stirbt am 9. Mai in Folge einer Lungenentzündung in Weimar.

War dieser Eintrag hilfreich? Ja / Nein

ähnliche Einträge

» Berlin
» Berlin.de
» Biedermeier
» Buddenbrookhaus
» Bundesrepublik Deutschland (BRD)
» Bundeswehr
» Cornelsen.de
» FDP.de
» Gedicht
» Georg Büchner
» Goethe
» Heinrich Heine
» Lüneburg
» Mahatma Gandhi
» Rheinbund

Dieser Eintrag wurde am 03.09.2009 um 15:32 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.