Sherry

Sherry ist der Sammelbegriff für viele Sorten spanischer Likörweine. Ihre ursprüngliche Heimat ist der Süden Andalusiens, genauer gesagt, das Dreieck, das die Städte Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María bilden. Der Sherry von Jerez blickt auf eine über 3000 Jahre alte Geschichte zurück. Sein Name ist arabischer Herkunft und stammt von Xeres, dem alten Name der Stadt Jerez. Sherry ist eine geschützte Marke, den Namen dürfen ausschließlich die aus dem Ursprungsanbaugebiet herstammenden Weine tragen.

Je nach Alkoholgehalt (11%-22%) und Geschmack wird unter verschiedenen Sorten Sherry unterschieden. Als die edelste Sorte gilt der trockene Sherry mit seiner hellen Goldfarbe und Weißweingeschmack, Fino genannt. Die halbsüßen Sorten zeichnen sich durch dunkelbraune Farbe und Nussaroma oder Mandelaroma aus. Der richtig süße Sherry wird als Dessertwein oder Cream bezeichnet. Der trockene Sherry wird am häufigsten als appetitanregender Aperitif vor dem Hauptgericht, der süße Sherry dagegen als Dessert meist mit würzigem Käse genossen.

Der Sherry ist ein alkoholverstärkter Wein, der überwiegend aus Weißwein hergestellt wird. Die trockenen Sherry Sorten werden aus der Palomino-Traube, die süßen Sorten zusätzlich aus den Moscatel und den Pedro Ximénez Trauben erzeugt.

Sherry wird nach dem aufwendigen Solera-Verfahren (von "solera" für "am Boden liegend") genannten Reifungsverfahren hergestellt. Das Solera-Verfahren basiert auf Mischen, Umfüllen und Lagern von Weinen aus verschiedenen aufeinander folgenden Jahrgängen mit verschiedenen Qualitäten. Durch das Mischen erreicht der Sherry eine gleich bleibende Qualität. Dafür braucht der Sherryproduzent viel Zeit und Fässer. Trinkbar ist der Sherry frühestens nach drei Jahren Reifung, die aber auch über zehn Jahre dauern kann.

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Dieser Eintrag wurde am 24.06.2008 um 14:36 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.