Slum

In Brasilien und anderen Entwicklungsländern gibt es Slums

Der englische Ausdruck Slum bezeichnet ein Elendsviertel, dessen Bewohner nur über mangelhafte sanitäre Einrichtungen und eine rudimentäre Infrastruktur verfügen. In der Regel sind weder die Versorgung mit frischem Wasser noch Strom oder eine organisierte Müllentsorgung gewährleistet, so dass häufig gesundheitsgefährdende hygienische Verhältnisse bestehen.

Kennzeichnend für das Leben im Slum sind eine große räumliche Enge sowie die soziale Isolation der Bewohner von der übrigen Bevölkerung. Neben einer hohen Arbeitslosenquote mit entsprechender Armut entstehen soziale Spannungen in Slums durch gehäuften Alkoholismus und Drogenmissbrauch sowie eine hohe Kriminalitätsrate. Grundlegende Versorgungseinrichtungen wie Arztpraxen, Bildungseinrichtungen oder eine öffentliche Verwaltung existieren meist nicht.

Slums sind vor allem an den Rändern von Großstädten in Entwicklungsländern gelegen, wo sie sich durch neuen Zuzug meist unkontrolliert vergrößern. Oder sie etablieren sich in ehemals besser situierten Stadtvierteln, die durch wirtschaftliche Not und Abwanderung der ehemaligen Bewohner verfallen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen lebt jeder sechste Mensch weltweit in einem Slum.

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Dieser Eintrag wurde am 20.05.2009 um 00:29 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.