Tagesgeldanleihe
Tagesgeldanleihen des Bundes von der Bundesbank
Tagesgeldanleihen sind eine spezielle Form des Tagesgeldes, bei denen der Bund als Emittent, also als Herausgeber auftritt. Bei den Tagesgeldanleihen handelt es sich um ein Bundeswertpapier für Privatanleger, dass die grundlegenden Eigenschaften eines Tagesgeldkontos besitzt. Dadurch wird der Nachteil, den die Bundeswertpapiere in der Regel besitzen unerheblich. Denn der extrem niedrige Zinssatz, aufgrund dessen ein Bundeswertpapier normalerweise eher zum Erhalt als zu einer Erhöhung des Geldes geeignet ist, fällt bei dieser Geldanlage weg.
Der Zinssatz der Bundestagsanleihe richtet sich nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank, dem sogenannten EONIA Zins für Tagesgeldanlagen. Er liegt hierbei immer etwas darunter, da der EONIA-Wert mit 0,925 multipliziert wird, damit die die Bundesbank noch rentabel arbeiten kann. Es kommt allerdings zu einem positiven Zinseszins-Effekt, da die Zinsen täglich gutgeschrieben werden. So lag der durchschnittliche Tageszinssatz im Jahr 2007 bei 3,57, der effektive Jahreszinssatz jedoch bei 3,69. Der Vergleich mit Tagesgeldanlagen von anderen Banken kann sich lohnen, da hier die Zinsen durchaus höher liegen können. Es bleibt jedoch zu bedenken, dass die Angebote der Bundesbank immer mit einer großen Sicherheit behaftet sind, da der Bund als Herausgeber quasi nicht pleite gehen kann. Zudem ist die Anlage mit einer Mindestanlage von 25 Euro und einer maximaler Anlage von 250.000 Euro am Tag pro Person sehr flexibel und selbst für größere Anlagen ausreichend.
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