Urbanisierung (Verstädterung)

Der Begriff der Urbanisierung beschreibt einen lokalen Entwicklungsprozess, der durch die Zuwanderung der Provinzbevölkerung in die Stadtzentren (urbs, lat. - Stadt) zustande kommt. Diese Entwicklung wird auch als Verstädterung bezeichnet. In vielen Fällen führt Urbanisierung zu einem rasanten Anstieg der Einwohnerzahl, der Bevölkerungsdichte aber auch zu einer immensen Ausdehnung der Stadtgrenzen.

Gründe für die Landflucht großer Menschengruppen sind oftmals Armut und problematische Lebensbedingungen durch soziale Missstände oder durch Kriege, weshalb die Urbanisierung heute auch zunehmend und in großem Ausmaß in Entwicklungsländern zu beobachten ist.
Massive Zuwanderungen führen wiederum zu Slum-Bildung, Kriminalität und Armut. Die Entstehung von Megastädten bringt neue soziale und ökologische Probleme mit sich, ist aber auch ein Grund für neue Investitionen in die Infrastruktur einer Großstadt.

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert gewinnt der Begriff der Urbanisierung an Brisanz, denn die sich auf dem Land ausbreitende Armut führt zur Ansiedlung vieler Arbeiter in den Kleinstädten und damit zur Bildung eines eigenen sozialen Standes.

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Dieser Eintrag wurde am 28.01.2009 um 16:27 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.