Wohlfahrtsausschuss

Der Wohlfahrtsausschuss als Revolutionstribunal der Französischen Revolution, vom Nationalkonvent 1793 eingerichtet und 1795 wieder aufgelöst

Beim Wohlfahrtsausschuss handelt es sich um das 1793 vom Nationalkonvent eingerichtete Exekutivorgan zur Zeit der Französischen Revolution. Man spricht im Zusammenhang mit dem Wohlfahrtsausschuss auch von einem Revolutionstribunal. Im gehörten anfangs 9, später 12 Mitglieder an und er wurde zur Überwachung des Nationalkonvents und der Regierung eingesetzt.

Nach der Niederlage der Girondisten im Konvent traten wichtige Führer der Jakobiner dem Ausschuss bei. Zu nennen sind hier insbesondere Robespierre, Louis de Saint-Just und Georges Danton. Mehr und mehr wurde der Wohlfahrtsausschuss zum Zentrum der Macht im Lande. Vor allem Robespierre macht den Ausschuss zum wichtigsten Organ der Revolutionsregierung. Der Ausschuss erhielt diktatorische Vollmachten. Robespierre war nunmehr in der Lage die so genannte Schreckensherrschaft zu errichten. Jegliche Opposition im Inneren des Landes wurde auf diesem Wege unterdrückt.

In Folge der harten Maßnahmen von Seiten des Wohlfahrtsausschusses wuchs der Widerstand in der Bevölkerung. Nach dem Sturz Robespierres wurde die Regierungsgewalt wieder an den Konvent übertragen. Der Ausschuss selber wurde im Oktober 1795 aufgelöst.

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Dieser Eintrag wurde am 24.04.2009 um 17:02 Uhr zuletzt geändert und steht unter der GNU-Lizenz.