Zellen
Die Kennzeichen des Lebendigen wie Organisation und Individualität, Bewegung, Stoffwechsel, Reizbarkeit, Entwicklungsfähigkeit, Fortpflanzung und Vererbung lassen sich nur auf der Ebene der Zelle, nicht aber an Teilen einer Zelle nachweisen. Dadurch stellt die Zelle die kleinste lebens- und vermehrungsfähige Einheit dar. Egal ob Tier, Pflanze, Pilz oder Bakterium. Jedes dieser Geschöpfe besteht aus einer oder mehreren Zellen, und ist damit ein Lebewesen.
Als Entdecker der Zelle gilt der englische Naturforscher Hooke, dem es 1665 dank der - für damalige Verhältnisse - rasanten Entwicklung von leistungsfähigen optischen Geräten, wie des Mikroskopes, als ersten Mensch gelungen war, die Zellen anhand von Korkgewebe einer Eiche zu erkennen und zu beschreiben.
Jede Zelle stellt ein eigenes, selbstständiges System dar. Sie kann Nährstoffe aufnehmen und diese in Energie umwandeln, sich auf eine Funktion spezialisieren und sich reproduzieren. Allerdings haben Zellen aus einem mehrzelligem Lebewesen ihre Fähigkeit eigenständig zu Existieren weitesgehend aufgrund ihrer Spezialisierung zugunsten der Arbeitsteilung verloren.
Im Laufe der Evolution haben sich zwei grundlegend verschiedene Zelltypen entwickelt. Zum einen die Eukaryoten und zum anderen die Prokaryoten. Prokaryoten sind einfach gebaute Zellen ohne Zellkern, wohingegen Eukaryoten wesentlich komplexer strukturiert sind und darüberhinaus einen Zellkern besitzen.
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